Die Erhebung, die Übertragung und die Weiterverarbeitung von Fahrzeugmessdaten stellen heutzutage aufgrund der wachsenden Datenmengen und -varianz eine große Herausforderung dar.
Das FKFS hat daher als Lösung ein Gesamtsystem entwickelt, welches dem dynamischen Entwicklungsprozess der Fahrzeugindustrie gerecht wird.
Durch Einsatz von drahtloser Kommunikation stehen Messdaten dem Entwickler schneller zur Verfügung.

Als erstes Modul wurde ein Diagnosetester entwickelt, welcher mit dem Fahrzeug interagiert und in der Lage ist, autonom Messdaten zu generieren.
Er ist mit einem Display ausgestattet und kann so von dem Fahrer bedient werden.
Er bekommt unterschiedliche Optionen zur Verfügung gestellt und triggert damit Messaufgaben, welche vorher im Backend definiert wurden.
Das System kann damit teure Expertensysteme ersetzen, welche häufig nur über eine rudimentäre Schnittstelle mit dem Fahrer interagieren konnten, beispielsweise über Tastenkombinationen am Lenkrad oder über das Kombigerät.
Da aber im dynamischen Entwicklungsprozess eben diese Funktionen häufig noch nicht implementiert sind und außerdem nicht konsistent über alle Varianten funktionieren, wurde mit der ROSI-Box eine flexiblere Alternative geschaffen.

Als Kommunikationspartner steht der ROSI-Box ein Backend gegenüber, mit dem es über verschlüsselte Kommunikationswege Daten unterschiedlichster Art austauscht.
Mithilfe eines Webportals lassen sich alle Funktionen des Testers bereits „remote“ konfigurieren, ein aufwändiges Konfigurieren von Testprozeduren am Fahrzeug durch einen Experten entfällt. Resultate liegen auf dem Portal bereits interpretiert und aufgearbeitet vor und können mit einem Mausklick im gewünschten Format heruntergeladen werden.

 

Als Innovation wurde so ein „End-To-End“-System geschaffen, welches die vollständige Kette der OTA-Diagnose abbilden kann. Von der Konfiguration der Testprozeduren oder relevanten Messdaten über das Ausführen von Sequenzen am Fahrzeug zur Generierung der Resultate bis hin zur Präsentation der Messdaten online geschehen alle Schritte aus einem System. Damit hat das FKFS einen bisher nicht dagewesenen Demonstrator geschaffen, mit welchem sich viele Aspekte der drahtlosen Diagnose im Zusammenspiel ebenso wie im Einzelnen genauso analysieren lassen.